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Update: Komposttoilette

Vor etwa einem Jahr haben wir unsere Komposttoilette gebaut. Es wird Zeit für ein kurzes Update. 
Wir hatten bis zum Bau unserer eigenen Komposttoilette eigentlich keine Erfahrungen damit. Ein paar Erinnerungen an das Plumpsklo bei meiner Oma weckten eher das Grausen und die wenigen Erfahrungen mit öffentlichen Toiletten in Norwegen und Nordschweden ... hm, na ja, eher gemischt. 

Aus diesen Gründen entschieden wir uns auch für eine eher luftige Variante: Zwischen Dach und den Wänden ist ein gut 5-10cm breiter Spalt, der immer offen ist und auch sonst ist die Holzkonstruktion stabil und so, dass man in Ruhe sein kann, aber eben nicht dicht. Aus unserer Sicht hat sich dies auch bewährt ... manchmal spürt man den Luftzug (im Herbst/Winter manchmal auch etwas kälter ;) ), dafür hat dieses Kompostklo nie gestunken. Der einzige Nachteil der "Luftigkeit", der mir aufgefallen ist, dass wir es nie sauber bekommen ... ständig finden sich irgendwelche Nadeln oder Blätter im Häuschen. 

Da wir ab und an Besuch hatten, haben wir mit einem 200l Fass begonnen, um nicht ständig wechseln zu müssen. Alle Benutzer waren angehalten ausreichend Einstreu zu benutzen - eher mehr als zu wenig. Heute nach etwa einem Jahr an dem wir viele Wochenenden und unseren Jahresurlaub verbracht haben, in dem wir auch viel Besuch hatten, ist das Fass zu gut zwei Drittel gefüllt und wir denken, dass wir damit durchaus noch bis zum Herbst kommen. Dann muss das Fass durch ein anderes getauscht werden und der Inhalt sollte noch ein weiteres Jahr verrotten dürfen. 

 

Der große Nachteil des Fasses ist, dass ich überhaupt keine Vorstellung davon habe ob und wenn ja inwieweit der Inhalt bereits verrottet ist. Die technisch deutlich komplizierteren Varianten, in denen der fertige Kompost entnommen werden kann, sind dann auf lange Sicht einfacher und besser zu handhaben. Dafür muss dann eine Konstruktion gewählt werden, die die Verrottung sicher stellt, so dass nur fertiger Kompost entnommen werden muss ... da ist die Fasslösung sehr viel einfacher, da es nur unter dem Klo positioniert wird und eine erste Lage mit halbfertigem Kompost und Laub erhält. 

 

Fazit: Das Klohaus selbst ist etwas zu klein geraten und wird in der nächsten Version etwas größer. Das 200l-Fass


Mir hat folgendes eBook etwas Inspiration geliefert: