November im Garten (Pflanzen, Mulchen, Wasser schleppen)

Gerade erweitere ich meine Gemüsebeete. Ich habe mich beim Aufbau wieder für die Pappe - Mulch - Mist - Mulch - Erde Variante entschieden. Ein Freund schaute sich das an und meinte: Wirkt so wie hingeworfen, wie Müll. Und ja, ein bisschen wirkt es ja so, jedenfalls zu Beginn, wenn die Pappe noch hervorlugt und die Umrandung noch nicht gelegt ist. Und ich denke drüber nach, warum heute so viel Naturgartenelemente "müllig" oder "hässlich" anmuten und an Unordnung erinnern. Mir ging es - und geht es noch manchmal - nicht anders, aber inzwischen weiß ich um die Vorteile des Mulchens. Und ich bin begeistert von Pflanzengesellschaften die sich gegenseitig unterstützen und schützen - oder stabilisieren, dabei aber oft chaotisch anmuten.

Steinhaufen und Holzstapel gehören für mich in einen aufgeräumten Garten, genauso wie die dicken Mulchschichten um Gehölze und auf den Beeten.

Jetzt ist auch Pflanzzeit im Naturgarten, Hecken und Wald bekommen neue Mitbewohner. Und diese Ministräucher und Bäumchen  bekommen zum Start eben auch ihren Mulchmantel und einen Wall aus Totholz. Chaos? Ist eine verbesserte Gestaltung nötig?

Und dann fällt mir  ein Teil meiner neu aufgeschichteten Benjeshecke auf - sie wirkt fein und stimmig arrangiert, beinahe künstlerisch. Und das Pflanzauge ( ich bestücke die Totholzhecken 0ft gleich beim Anlegen selbst) mit der Eberesche ist wie ein kleines Fenster in einen Minigarten. Moose, Gräser, Minipilze und die Mulchschiht passen gut zueinander.

An der Eckeder Hecke ist Holz von einem besonders spannend gewachsenem Baum aufgeschichtet. Irgendwie freut mich das sehr, und ich schaue mich um und freue mich weiter am Werden und Wachsen des Gartens.