So langsam wird es ...

Nachdem wir immer wieder Pech mit dem neuen Mähwerk hatten, wollten wir es zurück geben und bockig wie wir waren, sollten die 2,5ha dann halt per Hand gemäht werden. 

 

Die Firma Jansen möchte nun aber das Mähwerk noch einmal reparieren und wir mussten einsehen, dass es von Hand doch nicht so schnell geht, wie gedacht ... 

 

Insgesamt haben wir jetzt vielleicht 3000qm mit der Sense gemäht und es wird auch immer besser und einfacher ... Allerdings ist uns bewusst geworden, dass wir mit dem Winkelschleifer die Sense nicht nachhaltig schärfen können. Es wird zu viel Material abgetragen und durch die Hitze wird die Schneide zu hart ... Und das Wichtigste: es entsteht kein s.g. Dengel der es ermöglicht immer wieder mit dem Wetzstein nachzuschärfen. Die mit dem Winkelschleifer erzeugte Schneide wird deshalb schnell stumpf und dann kostet das Senden viel Kraft. 

 

Von meinem Schwager habe ich nun einen Balkenmäher geschenkt bekommen. (Vielen Dank an Matthias, Ulrike & Jakob) und nach einer kleinen Reparatur kam er heute etstmals zum Einsatz. Die ersten 1000qm konnten heute durch einen Freund gemäht werden. Mal sehen, wie es am Wochenende wird ... unser Nachbar hat angeboten mit seinem Traktor mit Mähwerk einmal drüber zu fahren, aber vielleicht schaffe ich ja auch einen Teil selbst zu machen. 

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Der Sommer in voller Pracht

In unserem Garten am Haus blüht es grad allerorten ... die Zwiebeln, Tagetes, Ringelblumen, Sonnenblumen, Mauerpfeffer, Minze ... was mich aber jedes Jahr erstaunt ist der Wasserdost. Am Anfang eine ganz unscheinbare Staude, die im ersten Jahr kaum hüfthoch wurde, wurde daraus nun ein ganzes, mannshohes Gebüsch wunderschön anzusehender Blüten. Wie alle Dost-Arten wird auch der Wasserdost enorm von Insekten beflogen. Neben den Honigbienen, die natürlich "Hausrecht" haben, tummeln sich immer mehrere Hummelarten auf den Büten. Zwar steht der Wasserdost direkt an unserem Mini-Teich, trotzdem muss er fast jeden Tag gegossen werden, sonst lässt der schnell die Blütenköpfe hängen ... dies bedeutet in diesem Sommer viel Arbeit, aber wir finden, die lohnt sich. 

 

Ansonsten ist der Wasserdost sehr anspruchslos ... zumindest auf unserem Sandboden, den wir jedes Jahr mit Kompost aufwerten, fühlt er sich ganz wohl und außer Gießen fällt eigentlich keine Arbeit an. 

 

In diesem Herbst wollen wir das erste Mal den Wasserdost teilen, um ein paar Pflanzen mit nach Klausdorf in den Naturgarten zu nehmen und die Wasserstelle sowie den Teichrand damit bepflanzen.  

Permakultur gut erklärt ...

Immer wieder werden wir gefragt, was Permakultur ist. Unser Garten würde doch noch so aussehen, wie vorher ... die Änderungen sind klein und brauchen Zeit. Zeit zu beobachten, Zeit zu wachsen ... Ein Beispiel für unserer Herangehen ist bspw. wie wir Beete für die kommende Saison vorbereiten. Früher bzw. in der herkömmlichen Landwirtschaft wird der Boden umgebrochen und dann bestellt. Damit wird die natürliche Schichtung des Bodens verändert und viele Bodenorganismen getötet oder zumindest gestresst. In der Permakultur bereiten wir Flächen für die Beete durch Mulchen vor. Das bedeutet, der Boden wir mit 10-30cm Mulchmaterial bedeckt. So stirbt die bisherige Pflanzengemeinschaft ab und die Bodenorganismen zersetzen die alten Pflanzen und das Mulchmaterial und baut Humus auf, den unsere Pflanzen für ein gutes gedeihen benötigen ... 

Ein schönes Video, dass die Idee der Permakultur anschaulich zeigt habe ich hier für euch eingebunden: 

Zeit für ein Update

Es ist mal wieder höchste Zeit für ein Update dieser Webseite. Seit April ist viel Zeit vergangen und noch mehr passiert. Leider bleibt die körperliche Arbeit größtenteils an mir hängen, da Susannes Rücken und damit verbuinden Schmerzen, eine körperliche Belastung nicht zulässt. Sie ist dafür umso mehr mit der Ideenfindung, der Auswahl der richtigen Pflanzen und Gesprächen mit verschiedenen Ämtern beschäftigt. 

 

Im Naturgarten selbst ist von der vielen Zeit die wir dort verbracht haben, irgendwie gar nicht sooooo viel zu sehen, denn durch die Hitze und langanhaltende Trockenheit - seit Pfingsten hat es genau 1x (!!) ausgiebig geregnet - haben wir darauf verzichtet, schon groß Bäume und Sträucher zu pflanzen. Dafür gab es aber einen Termin mit unserer Försterin - die uns aufzeigte, wo unser kleiner Wald überall durchforstet werden muss, um ihn zu verjüngen und gesund zu erhalten. Im Herbst werden deshalb auch etliche alte oder zu eng stehende Bäume gefällt werden müssen. Dazu wurde uns geraten, die Traubenkirschen klein zu halten, die fast den gesamten Wald besiedeln, da dieser Neophyt durch seine Geschwindigkeit, Wuchs- und Vermehrungsfreude droht andere, heimische  Arten zu verdrängen. In diese Arbeit ist schon viel Schweiß geflossen, aber zu sehen ist davon kaum etwas ... 

 

Ein wenig Stress und Sorgen macht uns noch die Heuernte. Wir haben uns einen tollen Jansen MGT-420 Einachser mit Mähwerk gekauft und damit bisher irgendwie kein Glück. Der Einachser läuft super, aber das Mähwerk ist grad in der Werkstatt, nachdem es nach ca. 0,75ha Wiese zu Problemen kam  ... so warten immer noch ca. 2ha darauf endlich gemäht zu werden. 

 

Einen "Brunnen" haben wir nun auch ... nein, wir haben nicht gebohrt oder gerammt ... wir haben gegraben. ;) Bei unserem Nachbarn haben wir gesehen, dass ihr Gartenteich, der nur durch Grundwasser gespeist ist, gar nicht so tief liegt ... also fingen wir an zu graben und sind nach ca. 1m schon auf Grundwasser gestoßen. Insgesamt haben wir das Loch auf ca. 1,5m vertieft und können nun mit einem Eimer ca. 100-150l Wasser entnehmen, bevor der Brunnen wieder etwas Zeit braucht, um voll zu laufen. Für das Gießen der wenigen schon vorhandenen  Sträucher und Pflanzen, ist dies eine wunderbare Vereinfachung. 

 

 

Natürlich ist noch viel mehr passiert - mit Zaunbau, Aufräumen, Gießen, Ämtern, Firmengründung, Erlaubnissen und Konzepten - für das hier kein Raum ist ... jedenfalls freuen wir uns immer wieder über den Garten, verbringen jede freie Minute in Klausdorf und genießen die Ruhe und Stille, das Rauschen der Bäume und das Gezwitscher der Vögel. 

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Warmes Wetter, Vogelbeeren & der Anfang eines Weidentipis

Leider konnten wir am letzten Wochenende nicht jede freie Minute im Garten sein - ein kleine Virusinfektion schränkte mich am Samstag sehr ein. Am Sonntag ging es jedoch wieder und so fuhren wir am späten Vormittag in den Naturgarten. 

 

Der Frühling ist toll - überall auf den Wiesen blühen kleine weiße Blüten, die Obstbäume stehen in voller Blüte, die ersten Löwenzahn recken ihre gelben Blüten zur Sonne. Also nutzten wir die Zeit, um ein paar Obstbäume und Sträucher zu pflanzen, um die Hecken des alten Obstgartens wieder zu verstärken.

 

Unter anderem haben wir eine erste Eberesche, von vielen auch Vogelbeere genannt gepflanzt. Es handelt sich hierbei um eine alte essbare Sorte. Die Vogelbeeren sind aber nicht nur für leckere Marmeladen gut, auch Heilkräfte werden ihr zugeschrieben. So wurden die Vogelbeeren früher zur Regulierung der Verdauung eingesetzt, da sie sowohl gegen Durchfall, wie gegen Verstopfung hilft. Bei Lungenleiden, Bronchitis und z.T. auch bei Lungenentzündungen wurde die Eberesche, als frisch gepresster Saft, eingesetzt. Man sollte aber vorsichtig sein, die Vogelbeeren roh zu verzehren. Es gibt Sorten, deren Bitterstoffe giftig sein können, wenn sie roh genossen werden. 

 

Jedenfalls hat diese Vogelbeere den Anfang gemacht, wenn sie sich wohlfühlt und gut anwächst, werden noch einige mehr angepflanzt werden ... weiterhin wurden die ersten Brombeeren, Himbeeren und Aronia-Beeren gepflanzt ... erst einmal einzeln, um gute Plätze für die Pflanzen zu finden. 

 

Da Sonntag war und ich mich auch noch etwas schlapp fühlte, konnte ich mit dem Zaun nicht weiter machen. Deshalb habe ich einen ersten, provisorischen, wilden Kompost angelegt und an einigen Stellen einen abrutschenden Hang befestigt. Dann begannen wir auch damit einen unserer Träume zu verwirklichen: ein Weidentipi. Dafür wurden von uns mehr als 90 Weidenruten gesteckt & zum Teil verflochten. Nun müssen die Weiden nur noch anwachsen und "in die Höhe schießen" ... dann kann im nächsten Jahr damit begonnen werden, die Weiden weiter zu verflechten und langsam zusammen zu ziehen ... und in zwei, drei ... vielleicht vier Jahren, kann das Dach geschlossen werden und das Tipi ist fertig ... nun freuen wir uns auf die kommenden Wochenenden, an denen wir wieder etwas mehr Zeit für den Garten haben. 

Die ersten Schritte sind getan ...

Am letzten Wochenende hallte lautes Schlagen durch den Wald. Wir haben damit begonnen den Wildzaun zu setzen, der unsere Anpflanzungen vor Hasen, Rehen und Wildschweinen schützen soll. Es wurde begonnen die ersten Benjeshecken anzulegen (dazu gibt es vsl. einen eigenen Artikel) und wir haben hier und da begonnen Totholz, dass gefährlich in den Bäumen hing, zu entfernen. Die ersten Bäumchen und Obststräucher wurden gepflanzt, einige Stecklinge sollen die bestehenden Hecken verstärken und die ersten Beete sind abgesteckt ... 

 

Während wir arbeiteten haben wir auch die ersten Nachbarn kennen gelernt und hatten einige interessante und angenehme Gespräche. Es gibt viel Interesse an Permakultur und Landbau. Das Feedback war durchweg positiv, das freut uns sehr. Trotzdem auch hier noch einmal der Aufruf an unsere Nachbarn: Wenn Sie Fragen haben, wissen wollen, wer wir sind oder was wir vorhaben, kommen Sie bitte einfach auf uns zu - bspw. über die angegebene Mailadresse oder das Kontaktformular der Webseite. 

Was aber nach diesen ersten Tagen immer deutlicher wird: Es wird ein langer Weg und es gibt viel zu tun ... ;)  

Die Planungen laufen auf Hochtouren

Idee & Pflanzenliste
Idee & Pflanzenliste

In den letzten Tagen waren wir immer wieder am Planen ... Die Verlockung ist groß gleich zu viel zu planen und dann nichts davon zu schaffen. Auch wollen wir uns Zeit nehmen den Ort kennen zu lernen, zu beobachten wie sich die Natur entwickelt und was zu diesem Ort gehört ... Deshalb haben wir auch die Planung für den Gemüse- & Kräutergarten etwas hinten an gestellt. Die Beete für das nächste Jahr werden dann im Herbst vorbereitet. Die ersten Aufgaben werden ein Wildschutz und die Streuobstwiese sein und auch dies ist jede Menge Arbeit! 

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Das Projekt geht los ...

Endlich geht es los. Über ein Jahr hoffen, wünschen, verhandeln, warten, unterschreiben, warten liegt hinter uns. Seit März 2018 aber gehören uns ca. 3ha Wald, Wiese und Luch. Ein kleines Stück Natur, dass wir erhalten und fördern wollen, dass uns Erholung und Ruhe aber auch viel Arbeit geben wird. Noch bedeckt Schnee und Eis das Gelände aber sobald es etwas wärmer wird, werden wir mit den ersten Schritten beginnen ... 

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